Haralds Seiten(Anleitung für ein Computernetzwerk)
Jetzt erhältst du das Fenster mit den Netzwerkeigenschaften. Dieses Fenster mit seinen vielen Einstellungsmöglichkeiten ist Dreh- und Angelpunkt des Netzwerkes. Die Einstellungen, die hier getroffen werden, entscheiden darüber, ob der Rechner im Netzwerk erkannt wird und ob auf ihn zugegriffen werden kann. Die hier im weiteren Verlauf getroffenen Einstellungen sollten gut gepflegt werden, wenn ein störungsfreies Arbeiten / Spielen im Netzwerk gewährleistet sein soll.
Ganz oben in der Liste sollte der "Client für Microsoftwerke" stehen. Fehlt er, dann klicke auf Hinzufügen, Client, Microsoft, Client für Microsoft-Netzwerke, und OK.Gelegentlich finden sich stattdessen oder zusätzlich auch andere Clients in der Liste, insbesondere der "Microsoft Family Logon". Dieser ist aus der Liste zu entfernen, und gegebenenfalls durch den "Client für Microsoft-Netzwerke" zu ersetzen.
Jetzt wählst du den "Client für Microsoft-Netzwerke" aus, und klickst auf "Eigenschaften". Im nun erscheinenden Fenster aktivierst du die "Schnelle Anmeldung" bei den Netzwerkanmeldeoptionen.
Damit hast du einen Client in deinen Netzwerkeigenschaften konfiguriert, und kannst nun die Datei- und Druckerfreigabe konfigurieren.
Nun erscheint ein Fenster, in dem du zwei Häkchen machen kannst - einmal ermöglichst du anderen Benutzern den Zugriff auf deine Daten, und einmal auf deine Drucker. Auf alle Fälle solltest du in der oberen Box ein Häkchen machen, also Zugriff auf deine Daten ermöglichen. Der Zugriff auf deine Drucker ist unwichtig, da du höchstwahrscheinlich keinen Drucker mit auf die LAN-Party nimmst. Dort trotzdem ein Kreuz zu machen kostet jedoch nix.
Jetzt hast du die Datei- und Druckerfreigabe richtig eingerichtet, und kannst sich dem wesentlichen Teil zuwenden - den Protokollen.
Anmerkung: Falls du ein Modem / ISDN-Karte installiert hast, und dementsprechend einen DFÜ-Adapter, wirst du die Protokolle in doppelter Ausfertigung vorfinden:
Kümmer dich nicht weiter darum, das ist schon so in Ordnung. Für uns interessant sind nur diejenigen Protokolle, die mit deiner Netzwerkkarte verknüpft sind. Die Protokolle, die mit dem DFÜ-Adapter verbunden sind, lässt du unberührt.
Dort aktivierst du "IP-Adresse festlegen", und trägst folgende Zahlen ein:
Als IP-Adresse nimmst du "192.168.0.XXX", wobei du dir die letzte Zahl frei wählen kannst. Sie muss zwischen 1 und 254 liegen. Wenn du deinen PC für eine LAN-Party mit uns vorbereitest, nimm am besten eine Zahl zwischen 50 und 99, damit keine Konflikte auftauchen, wenn du deinen PC ans Netzwerk anschließt. Wir werden dir dann die endgültige Endziffer sagen, die sich auf den Port am Switch bezieht, an dem du angeschlossen wirst. Da jede IP-Adresse in einem Netzwerk eindeutig sein muß (also nicht doppelt verwendet werden darf), und eine LAN-Party mit 20 Teilnehmern schnell unübersichtlich wird, ist eine solche Regelung erfahrungsgemäß die beste.Ein weiterer Vorteil der festen IP ist, dass der Rechner wesentlich schneller hochfährt (circa 20 bis 30 Sekunden). Wenn nämlich "IP-Adresse automatisch beziehen" aktiviert ist, wartet der Rechner beim Windows-Start eine nicht geringe Zeitspanne darauf, dass ihm ein (imaginärer) Server eine IP-Adresse zuweist. Also immer schön "IP festlegen" aktivieren, auch wenn du gerade nicht an einem Netzwerk angeschlossen bist. Aber Achtung: Im TCP/IP-Protokoll, welches mit dem DFÜ-Adapter verbunden ist, darf KEINE feste IP eingetragen werden! Diese wird deinem Rechner bei einer Einwahl ins Internet vom Provider zugewiesen.Was die Zahl "255.255.255.0" im Feld "Subnet Mask" zu bedeuten hat, erfährst du an anderer Stelle. Wichtig ist nur, dass sie eingegeben wird.
Damit hättest du das Schwierigste gemeistert. Der Rest ist einfach:
In der "WINS-Konfiguration" bleibt die "WINS-Auflösung" deaktiviert.
Soviel zum TCP/IP-Protokoll. Es ist nun so eingerichtet, dass es im Netzwerk problemlos funktioniert.
Es ist unter LANern umstritten, ob das IPX/SPX-Protokoll überhaupt noch benötigt wird, da alle neueren Spiele fast ausschließlich mit dem TCP/IP arbeiten. Dennoch ist eine Installation nicht verkehrt, da es immer sein kann, dass ältere Spiele und Programme darauf zugreifen wollen. Auf unseren LANs zumindest sollte das IPX/SPX-Protokoll vorhanden sein.
Du gehst in die Eigenschaften des IPX/SPX-Protokolls (doppelt anklicken), und aktivierst auf der Registerkarte "NetBIOS" die NetBIOS-Unterstützung.
Jetzt haben wir alle nötigen Protokolle eingerichtet, und somit den größten Teil der Arbeit hinter uns gebracht. Es bleiben nur noch ein paar Kleinigkeiten.
Im Hauptfenster der Netzwerkeigenschaften befindet sich ein Punkt "Primäre Netzwerkanmeldung":
Dort habt ihr zwei Auswahlmöglichkeiten: Zum einen den "Client für Microsoft-Netzwerke", und zum anderen die "Windows-Anmeldung". Ihr stellt diesen Punkt auf "Windows-Anmeldung".Zur Erklärung: Normalerweise ist dieser Punkt auf "Client für Microsoft-Netzwerke" gestellt, und man muss jedes Mal, wenn Windows neu gestartet wird, seine Netzwerkkennung eingeben (in den allermeisten Fällen ist das Kennwort leer, man betätigt lediglich die Return-Taste). Stellt man diesen Punkt jedoch auf "Windows-Anmeldung", dann wird die Netzwerkkennung gemeinsam mit der Windows-Kennung eingegeben. Da man als privater Anwender sein Windows-Kennwort nach der Windows-Installation auf "" setzt (also ebenfalls nur die Returntaste drückt), und die Aufforderung zur Eingabe des Windows-Kennwortes bei leerem Kennwort unterdrückt wird, entfällt nun die gehasste Eingabe der Netzwerkkennung. Der Rechner fährt ab jetzt ordnungsgemäß hoch, OHNE dass man einmal zwischendurch die Eingabetaste drücken muss. Das Funktionieren des Netzwerkes wird durch diesen Trick nicht beeinträchtigt.
Im Hauptfenster der Netzwerkeigenschaften sind noch zwei weitere Registerkarten, die wir noch nicht betrachtet haben.Da wäre zunächst die "Identifikation":
"Computername": Hier wird der Name, den der Computer im Netzwerk haben soll, festgelegt. Sinnvoll sind Namen, mit denen man auch etwas anfangen kann, wie z.B. dem Spitznamen des Besitzers. Wenn "Butch" nämlich sagt: "Zieh dir mal diese und jene Datei bei mir", dann ist sein PC in der 20 Teilnehmer umfassenden Netzwerkumgebung schneller gefunden, wenn er ebenfalls "Butch" heißt, als wenn ihm ein abstrakter Name gegeben wurde wie "Schlachtschiff" oder "Lahme Krücke"."Arbeitsgruppe": Ein lokales Netzwerk kann in verschiedene Arbeitsgruppen unterteilt werden, theoretisch kann jeder seine eigene Arbeitsgruppe aufmachen. Der Nachteil ist, dass Computer, die in anderen Arbeitsgruppen sind als der eigene, nicht so komfortabel erreichbar sind (im Explorer). Der Vorteil hingegen ist, dass sich jeder Clan seine eigene Arbeitsgruppe erstellt. Dadurch haben alle Members eines Clans die PCs ihrer Kollegen schnell gefunden, wenn sie etwas ziehen wollen. Auch bleibt das Netzwerk selbst bei vielen Teilnehmern übersichtlich."Beschreibung": Hier kann eine genauere Beschreibung des PCs oder des Besitzers gemacht werden. Was du hier einträgst, ist völlig egal, aber wir haben es eingeführt, dass sich hier allgemeine Infos über den jeweiligen Computer finden. Prozessor, RAM-Speicher, Grafikkarte und Netzwerkkarte (10 oder 100 MBit). Das erleichtert das Auswählen von Spieleservern, oder bei wem man am besten Dateien ziehen kann.Wie gesagt, alle Einstellungen hier sind Geschmackssache, aber zumindest auf unseren LANs wäre es nett, wenn du dich an unsere Richtlinien hältst...
Die Registerkarte "Zugriffssteuerung"Die letzte Registerkarte ist die "Zugriffsteuerung". Hier wird festgelegt, auf welche Weise andere Benutzer die Erlaubnis bekommen, auf Dateien auf deinem Rechner zuzugreifen.
Hier wählst du "Zugriffssteuerung auf Freigabeebene" aus. Für eine LAN-Party reicht das völlig aus, und die Handhabung der anderen Einstellungsmöglichkeit ("Auf Benutzerebene") ist wesentlich komplizierter. Mit der Einstellung auf Freigabeebene kannst du einzelne Dateien, Ordner und Laufwerke deines Rechners für alle anderen Benutzer freigeben. So kannst du genau festlegen, welche Bereiche auf deiner Festplatte tabu sind und welche nicht. Wenn du das Verzeichnis mit deinen Pornobildern nicht freigegeben hast, kann auch kein anderer Netzwerkteilnehmer darauf zugreifen, bzw. weiß überhaupt um die Existenz eines solchen Ordners...Puuh... Das war eine Menge Arbeit, aber nun hast du wirklich alles eingestellt. Zwar ist (wie dir vielleicht aufgefallen ist) in der Liste bei den Netzwerkeigenschaften auch deine Netzwerkkarte zu sehen, doch Windows konfiguriert sie selbst optimal, so dass du dort nichts zu verändern brauchst / solltest.
1. Der Client Als einzigen Client "Client für Microsoft-Netzwerke" wählen Client-Einstellung: Schnelle Anmeldung2. Datei- und Druckerfreigabe Wenn ihr Dateien austauschen wollt, dann aktivieren.3. TCP/IP-Protokoll (Bitte nur TCP/IP verwenden) - IP festlegen auf: 192.168.0.XXX - Subnet Mask festlegen auf: 255.255.255.0 - WINS-Konfiguration: deaktivieren - Gateway: Kein Gateway angeben (Felder bleiben leer) - DNS Konfiguration: deaktivieren - NetBIOS: falls auswählbar, NetBIOS über TCP/IP aktivieren - Erweitert: Alles lassen wie es ist. Unten: TCP/IP als Standardprotokoll - Bindungen: Gebunden an Client und Datei- und Druckerfreigabe4. Primäre Netzwerkanmeldung Einstellung: Windows-Anmeldung5. Identifikation Computername: Spitzname des Besitzers (z.B. Butch) Arbeitsgruppe: LAN Beschreibung: (z.B.:) richtiger Name6. Zugriffssteuerung Zugriffssteuerung auf Freigabeebene